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Frauenkreise: Gemeinsames Erleben und Wachsen

  • Autorenbild: Isidora Rudolph
    Isidora Rudolph
  • 17. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Juli

Frauenkreise sind sind mehr als nur ein Zusammensitzen und sich austauschen. Sie sind ein heiliger Raum für Unterstützung, Wachstum und Verbindung. Wo es im Alltag darum geht, immer mehr möglichst perfekt machen zu müssen, wo man sich vergleicht, miteinander misst und sich dabei langsam aber sicher aufreibt, können wir Frauen in diesen Kreisen zur Ruhe kommen, den Alltag verarbeiten und ganz verschiedene Themen bearbeiten und so wichtige, manchmal lebensverändernde Momente gemeinsam erleben. Wir werden so Zeuginnen der Prozesse der anderen Frauen, während wir selbst unsere eigenen Prozesse durchleben.


Das Paradoxon des sowohl-als-auch


Dieses Paradoxon, gleichzeitig ganz bei sich zu sein UND in der Verbindung mit einer anderen, sogar mehreren Personen wird das Thema eines eigenen Blogartikels. Denn dieses sowohl als auch im Gegensatz zu entweder oder ist etwas, das auf jeden Fall erstrebenswert ist, wenn beides nebeneinander existieren kann. In solchen Momenten kann es sich sehr weit und expansiv in einem drin anfühlen, man ist verbunden mit sich und der Welt eben, geerdet nach unten, aber weit offen nach oben.



Was sind Frauenkreise?


Frauenkreise sind Gruppen von Frauen, die sich entweder regelmässig alle 1-2 Monate treffen oder als abgeschlossene Kurse, die etwa über ein Jahr verteilt mit quartalsweisen Terminen z.B. stattfinden. Sie können als geschlossenener oder lockerer Kreis aufgebaut sein, bei dem man sich von Termin zu Termin anmelden kann. Inhalt und Intention können ganz unterschiedlich sein. So können manche sich vor allem dem gegenseitigen Austausch, dem Singen und Musizieren oder Tanzen verschreiben. Sie können sich stark auf die Jahreskreisfeste wie Beltane, Sommersonnenwende, Samhein oder die Rauhnächte fokussieren mit den passenden Themen udn Ritualen. Sie können auch weitergehende Rituale zur Ahnenarbeit, angeleitete Meditationen, Kakozeremonien und Ähnliches beinhalten.


Die Ursprünge der Frauenkreise


Dass Frauen sich zusammentreffen, oftmals im Kreis um ein Feuer, drinnen oder draussen, reicht sehr weit zurück und findet sich in zahlreichen Traditionen früher wie heute. Frauen haben sich schon sehr lange, weit verloren in der aufgezeichneten Geschichte, versammelt, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu stärken. Frauen haben ihr Wissen über Medizin, Kräuterkunde ausgetauscht und ihre Weiblichkeit gefeiert. In unserer westlichen Kultur lange Zeit vergessen, gibt es immer mehr Frauenkreise, weil immer mehr Frauen sich erinnern, dass sie Schwestern sind und nicht Konkurrentinnen. Dass sie sich Freude und Glück gönnen und nicht neiden. In diesen Kreisen erleben sie wieder die Vorteile der Gemeinschaft und des Teilens von Freud und Leid.


Was sind diese Vorteile? Ganz besonders folgende habe ich in meiner mehrjährigen Erfahrung als Teilnehmerin besonders eines Frauenkreises festgestellt:


Emotionale Unterstützung


Ein Frauenkreis ist ein Raum, indem wir Frauen uns verletzlich zeigen, unsere Gefühle ausdrücken unsere Ängste aussprechen können und dabei gesehen, gehört, verstanden und unterstützt werden. Wir erleben, dass wir nicht alleine damit sind.


Gemeinsame Heilung


Kollektive Themen, die uns Frauen betreffen, können wir gemeinsam anschauen und verarbeiten. Durch das Teilen von Erfahrungen und das Erzählen von Geschichten werden Heilungsprozesse angestossen.


Persönliches Wachstum


Auch das eigene, ganz persönliche Wachstum geschieht, da in Ritualen, kreativen Aktivitäten und Ausdrucksformen Prozesse durchgemacht werden, Altes verarbeitet werden kann und Platz und Power für Neues entsteht.


Netzwerkbildung


Auch das ein wichtiger Punkt: Indem wir einander vertrauen und gemeinsam Erfahrungen machen, öffnen sich auch Möglichkeiten, einander auch ausserhalb des Kreises zu unterstützen und stärken. Es können sich berufliche und private neue Wege ergeben.



Die Rolle der Frauenkreis-Leiterin / Facilitatorin


Ich glaube absolut an die Gleichwertigkeit von Frauen, auch in einem Frauenkreis. Als Leiterin eines solchen Kreises bin ich verantwortlich, einen sicheren Raum zu schaffen und diesen Raum zu halten in einer Atmosphäre, in der sich die Teilnehmerinnen wohlfühlen. Vielleicht kann man sich das am ehesten als Rolle der Gastgeberin vorstellen. Somit plane ich den Ablauf und die Rituale und Übungen, die an einem Abend stattfinden. Gleichzeitig nehme ich mich zurück und lasse jeder Einzelnen den Raum und schaue, dass eine gute Balance herrscht und niemand zu kurz kommt.


Möchtest du Teil eines Frauenkreises sein?


Sobald sich eine Gruppe von fünf bis sechs Frauen angemeldet hat, können wir starten. Mein Vorschlag wäre ein geschlossener Kreis mit regelmässigen Treffen etwa alle zwei Monate für die Dauer eines Jahres. Danach wird gemeinsam entschieden, ob der Kreis weiterbesteht oder abgeschlossen ist.


Ob es dir in einem Frauenkreis gefällt, und wie es sich anfühlt, findest du natürlich erst heraus durchs Machen. Bist du neugierig und möchtest den Schritt tun, schreib mich gerne an unter hello@isidora.ch

 
 
 

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